Neo-Generalisten

Neo-Generalisten: Die Alleskönner der Zukunft?

Sie sind neugierig, vielseitig und anpassungsfähig. Sie haben keine Angst vor Veränderungen, sondern begrüßen sie als Chance. Sie sind nicht auf eine einzige Karriere festgelegt, sondern verfolgen mehrere Interessen und Talente. Sie sind Neo-Generalisten.

Neo-Generalisten sind Menschen, die sich in unterschiedlichen Domänen sicher bewegen können, die nicht aufhören zu lernen, die in der Lage sind, Brücken zwischen unterschiedlichen Bereichen und Menschen zu bauen. Der Begriff wurde von Kenneth Mikkelsen und Richard Martin in ihrem gleichnamigen Buch geprägt1. Sie definieren Neo-Generalisten darin so:

Neo-Generalisten widersetzen sich dem Schubladendenken. Sie sind Nomaden, die in ihrer Karriere verschiedenste Bereiche durchkreuzen, und zwischen Kategorien und Labeln leben. Sie nutzen und begrüßen neue Möglichkeiten, anstatt sich vor ihnen zu fürchten und sie von sich zu weisen.

Neo-Generalisten sind also berufliche Chamäleons. Sie sind in der Lage, sich schnell an neue Situationen anzupassen, indem sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus verschiedenen Kontexten anwenden. Sie können sowohl in die Tiefe als auch in die Breite gehen, je nachdem, was die Aufgabe erfordert. Sie können sowohl spezialisieren als auch generalisieren, je nachdem, was die Situation verlangt.

Warum sind Neo-Generalisten wichtig?

In einer Welt, die immer komplexer, dynamischer und vernetzter wird, sind Neo-Generalisten gefragt. Sie können mit Unsicherheit und Ambiguität umgehen, sie können Probleme aus verschiedenen Perspektiven betrachten, sie können kreative und innovative Lösungen finden. Sie sind in der Lage, über den Tellerrand zu schauen, Querverbindungen zu erkennen und Synergien zu schaffen.

Neo-Generalisten sind nicht nur für sich selbst wertvoll, sondern auch für die Organisationen, in denen sie arbeiten. Sie können als Vermittler, Übersetzer und Integratoren fungieren, die verschiedene Fachbereiche, Teams und Stakeholder zusammenbringen. Sie können als Impulsgeber, Vordenker und Visionäre agieren, die neue Trends, Chancen und Herausforderungen identifizieren. Sie können als Lernende, Lehrer und Mentoren wirken, die ihr Wissen teilen, weitergeben und erweitern.

Wie wird man ein Neo-Generalist?

Neo-Generalisten sind nicht unbedingt geboren, sondern gemacht. Sie entwickeln sich durch ihre Lebens- und Lernwege, die oft nicht linear, sondern kurvenreich sind. Sie folgen ihrer Neugier, ihrer Leidenschaft und ihrem Bauchgefühl, auch wenn das bedeutet, dass sie sich von konventionellen Pfaden abwenden, Risiken eingehen und Fehler machen.

Um ein Neo-Generalist zu werden, muss man also bereit sein, sich ständig zu verändern, zu lernen und zu wachsen. Das erfordert Mut, Offenheit und Flexibilität. Es erfordert auch eine gewisse Gelassenheit, sich nicht von den Erwartungen und Urteilen anderer beeinflussen zu lassen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen.

Einige Tipps, wie man ein Neo-Generalist werden kann, sind:

  • Sei neugierig. Stelle Fragen, erforsche verschiedene Themen, probiere neue Dinge aus, experimentiere, spiele.
  • Sei vielseitig. Lerne verschiedene Fähigkeiten, Sprachen, Kulturen, Disziplinen, Hobbys, Sportarten, Kunstformen.
  • Sei anpassungsfähig. Passe dich an neue Situationen an, nutze dein Wissen und deine Erfahrungen aus verschiedenen Kontexten, wechsle zwischen verschiedenen Rollen und Perspektiven.
  • Sei vernetzt. Knüpfe Kontakte zu verschiedenen Menschen, tausche dich aus, kooperiere, lerne von anderen, teile dein Wissen, sei hilfsbereit.
  • Sei reflektiert. Denke über deine Erfahrungen nach, ziehe Schlüsse, erkenne Muster, finde deinen roten Faden, sei dir deiner Stärken und Schwächen bewusst.

Neo-Generalisten sind Menschen, die nicht nur eine berufliche Karriere verfolgen, sondern gerne mehrere Wege einschlagen, sich nicht festlegen möchten und vor allem sich immer wieder flexibel auf neue Dinge einstellen wollen und können. Sie sind neugierig, vielseitig und anpassungsfähig. Sie sind in der Lage, sowohl zu spezialisieren als auch zu generalisieren, je nachdem, was die Situation erfordert. Sie sind wertvoll für sich selbst und für die Organisationen, in denen sie arbeiten, denn sie können mit Komplexität, Dynamik und Vernetzung umgehen, kreative und innovative Lösungen finden und Brücken zwischen verschiedenen Bereichen und Menschen bauen. Um ein Neo-Generalist zu werden, muss man bereit sein, sich ständig zu verändern, zu lernen und zu wachsen, und seinen eigenen Weg zu gehen.

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